Das Vorfach ist ein kurzes Stück Schnur, das zwischen Hauptschnur und Köder bzw. Haken geknotet oder über einen Wirbel verbunden wird. Es übernimmt Aufgaben, die die Hauptschnur allein nicht leisten kann: unauffällig im Wasser stehen, Abrieb an Steinen und Muschelbänken aushalten oder scharfen Zähnen standhalten.
Die drei gängigen Vorfach-Materialien
- Fluorocarbon: nahezu unsichtbar im Wasser, sinkt, wird bei klarem Wasser und vorsichtigen Fischen wie Forelle oder Döbel eingesetzt.
- Monofil: günstig, elastisch, für die meisten Friedfisch-Montagen ausreichend.
- Stahl oder Titan: bissfest gegen scharfe Zähne – bei Hecht unverzichtbar, siehe Auf Hecht angeln.
Wie lang sollte ein Vorfach sein?
Das hängt stark von Montage und Zielfisch ab: Bei der Grundmontage reichen oft 20–40 cm, bei sehr scheuen Fischen im Klarwasser wird länger gefischt. Wichtiger als die exakte Länge ist die passende Tragkraft: Bei Mono- und Fluorocarbon-Vorfächern wählt man sie meist eine Spur schwächer als die Hauptschnur, damit bei einem Hänger nur das Vorfach reißt und nicht die ganze Montage – siehe Grundmontage.
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