Wer beim Ansitzangeln möglichst effizient herausfinden möchte, wo und auf welcher Höhe die Fische stehen, kommt an der Paternostermontage kaum vorbei. Statt nur einen Köder anzubieten, werden mehrere Seitenarme mit Ködern in unterschiedlichen Höhen oder auf unterschiedliche Distanzen ausgebracht – ein einziger Wurf reicht, um verschiedene Bereiche gleichzeitig zu testen.

Dieser Artikel zeigt dir den korrekten Aufbau, die wichtigsten Varianten und wann sich die Paternostermontage besonders lohnt.

Wann die Paternostermontage die richtige Wahl ist

Die Paternostermontage spielt ihre Stärken aus, wenn du mehrere Köder oder Wasserzonen gleichzeitig testen möchtest, ohne mehrfach neu auswerfen zu müssen. Typische Einsatzgebiete:

  • Brandungsangeln auf Plattfisch und Dorsch, wo mehrere Seitenarme verschiedene Bereiche der Brandungszone abdecken
  • Grundangeln auf Friedfisch, wenn mit mehreren Ködern gleichzeitig experimentiert werden soll
  • Gewässer mit unbekanntem Fischbestand, um durch unterschiedliche Köder auf den Seitenarmen schnell herauszufinden, was gerade fängt

Willst du dagegen gezielt und unauffällig auf einen einzelnen, vorsichtigen Fisch angeln, ist eine einfache Grundmontage die bessere Wahl. Unsicher, was zu deinem Zielfisch passt? Der Montagen-Konfigurator hilft dir weiter.

Die Komponenten von der Hauptschnur zum Köder

Eine klassische Paternostermontage besteht aus:

  1. Endblei, am unteren Ende der Montage, hält sie am Grund
  2. Mehrere Seitenarme (meist 2–3), die im Abstand von 30–80 cm an der Hauptschnur befestigt sind
  3. Wirbel oder Karabiner an jedem Seitenarm, um Köder schnell zu wechseln
  4. Kurze Vorfächer (15–40 cm) mit Haken an jedem Seitenarm

Die Seitenarme stehen dabei im rechten Winkel von der Hauptschnur ab, sodass sich die Köder beim Wurf nicht ineinander verheddern.

Aufbau: Die Seitenarm-Montage

So baust du eine klassische Paternostermontage auf:

  1. Auf der Hauptschnur im gewünschten Abstand kleine Perlen oder Stopper als Fixpunkte setzen.
  2. An jedem Fixpunkt einen kurzen Seitenarm mit Wirbel einbinden – entweder durch einen Dreifachwirbel oder eine Schlaufe.
  3. An das untere Ende der Hauptschnur ein Endblei anknoten, das die gesamte Montage am Grund hält.
  4. An jedem Seitenarm ein kurzes Vorfach mit Haken befestigen (Verbindung z. B. über den Clinch-Knoten).

Varianten je nach Einsatzgebiet

Brandungs-Paternoster

Für das Meeresangeln werden meist zwei bis drei Seitenarme mit unterschiedlichen Ködern bestückt, um verschiedene Fischarten gleichzeitig anzusprechen – etwa Wattwurm auf einem Arm und Fischfetzen auf dem anderen. Mehr zum Gesamtkontext im Guide Meeresangeln.

Grund-Paternoster für Friedfisch

Im Süßwasser werden häufig kürzere Seitenarme mit feineren Vorfächern verwendet, um gleichzeitig mit zwei verschiedenen Ködern zu experimentieren, etwa Mais und Wurm.

Typische Anfängerfehler

  • Seitenarme zu lang: Verwickeln sich beim Wurf leicht mit der Hauptschnur oder untereinander.
  • Zu viele Seitenarme: Mehr als drei Arme erhöhen das Verhedderungsrisiko deutlich, ohne den Fangerfolg proportional zu steigern.
  • Zu leichtes Endblei: Besonders in der Brandung wichtig – ein zu leichtes Blei lässt die Montage abtreiben und verliert den Grundkontakt.
  • Falsche Reihenfolge beim Werfen: Vor dem Wurf sollten alle Seitenarme kontrolliert und glatt anliegend geprüft werden, um Verwicklungen zu vermeiden.

Schonzeit und Mindestmaß beachten

Auch bei der Paternostermontage gelten für alle Zielfische die üblichen Schonzeiten und Mindestmaße – abhängig von Bundesland und Gewässerordnung. Ein untermaßiger oder geschonter Fisch muss vorsichtig abgehakt und zurückgesetzt werden. Die aktuellen Werte findest du in der Übersicht zu Schonzeiten & Mindestmaßen.

FAQ

Wie viele Seitenarme sollte eine Paternostermontage haben? Zwei bis drei Seitenarme sind der beste Kompromiss zwischen Effizienz und Verwicklungsrisiko. Mehr Arme erschweren den sauberen Wurf erheblich.

Wofür eignet sich die Paternostermontage besonders? Vor allem für das Brandungsangeln, bei dem mehrere Wasserzonen und Köder gleichzeitig getestet werden sollen, sowie für das explorative Grundangeln auf Friedfisch.

Wie verhindere ich Verwicklungen beim Wurf? Kurze, straffe Seitenarme und ein kontrollierter, nicht zu harter Wurf reduzieren das Verhedderungsrisiko deutlich.

Kann ich verschiedene Köder gleichzeitig anbieten? Ja, genau das ist einer der größten Vorteile – jeder Seitenarm kann mit einem anderen Köder bestückt werden, um schnell herauszufinden, was gerade fängt.


Die passende Montage für deinen konkreten Zielfisch findest du am schnellsten mit dem Montagen-Konfigurator: Fisch und Gewässer wählen, fertige Montage bekommen.


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