Schleppangeln, im Englischen “Trolling” genannt, bezeichnet das Angeln mit einem Köder, der hinter einem langsam fahrenden Boot durchs Wasser gezogen wird. Statt einen Platz zu befischen, deckt der Angler damit große Wasserflächen ab und sucht aktiv nach Fischen.
Wofür sich Schleppangeln eignet
Die Methode ist besonders auf großen Seen und im Meer verbreitet, etwa beim gezielten Suchen nach Hecht, Zander oder Seeforelle in wechselnden Tiefen. Wobbler und Löffelblinker werden dabei häufig in unterschiedlichen Tiefenstufen gleichzeitig angeboten, bis eine Tiefe mit aktiven Fischen gefunden ist.
Rechtliches beachten
Schleppangeln ist in Deutschland stark reglementiert: Hamburg untersagt es Anglern ganz (§ 4 Abs. 3 HmbFAnGDVO), Brandenburg verbietet es von Fahrzeugen, die unter Segel oder mit Motorkraft fahren (§ 4 Abs. 2 BbgFischO), Sachsen verlangt eine Genehmigung der Fischereibehörde (§ 4 Abs. 6 SächsFischVO), und in den Boddengewässern Mecklenburg-Vorpommerns ist es verboten (§ 9 Nr. 7 KüFVO M-V). Ob du für das Boot einen Führerschein brauchst, hängt von der Motorleistung ab (§ 5 Abs. 1 SpFV). Zusätzliche Regeln kann die Gewässerordnung enthalten. Ausführlich zu Ausrüstung (Downrigger, Paravan, Bleischnur) und Technik geht es im Guide Schleppangeln (Trolling), zum Bootsangeln allgemein im Artikel Bootsangeln.
Quellen
- Verordnung zur Durchführung des Hamburgischen Fischerei- und Angelgesetzes (HmbFAnGDVO)
- Fischereiordnung des Landes Brandenburg (BbgFischO)
- Sächsische Fischereiverordnung (SächsFischVO)
- Küstenfischereiverordnung (KüFVO M-V), Arbeitskopie
- Verordnung über das Führen von Sportbooten (Sportbootführerscheinverordnung – SpFV)
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