Der Freilauf, oft nach dem bekannten Markennamen “Baitrunner” genannt, ist ein zweiter, deutlich lockerer eingestellter Bremsmechanismus an der Angelrolle. Er lässt sich per Hebel zuschalten und entkoppelt die Spule von der eigentlichen Hauptbremse.

Warum der Freilauf beim Ansitzangeln wichtig ist

Beim Ansitz auf Karpfen oder Wels liegt die Rute im Rutenhalter – beaufsichtigen musst du sie trotzdem ständig, das schreiben die Landesverordnungen vor. Nimmt ein Fisch den Köder auf, kann er dank Freilauf ungehindert Schnur ziehen, statt sofort den vollen Widerstand der Hauptbremse zu spüren – das verhindert, dass er den Köder misstrauisch fallen lässt oder gar die Rute ins Wasser zieht. Ein Bissanzeiger meldet währenddessen den Biss akustisch – die Aufsicht ersetzt er nicht (§ 4 Abs. 4 SächsFischVO).

Umschalten beim Anschlag

Beim Anschlag wird der Freilauf ausgeschaltet, sodass die reguläre Bremse wieder greift und der Drill kontrolliert beginnt. Diese Kombination macht den Freilauf zum Standard bei vielen Ansitz- und Karpfenrollen.

Wie hilfreich war dieser Artikel?

Quellen

  1. Sächsische Fischereiverordnung (SächsFischVO) – Freistaat Sachsen, REVOSax, § 4 Abs. 4 SächsFischVO, Fassung vom 22. April 2022, gültig ab 1. Juni 2022, abgerufen am 17. September 2026
  2. Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Fischereigesetzes (AVBayFiG) – Bayerische Staatskanzlei, BAYERN.RECHT, § 16 Abs. 2 AVBayFiG, abgerufen am 17. September 2026
  3. Fischereiordnung des Landes Brandenburg (BbgFischO) – Land Brandenburg, BRAVORS, § 7 Abs. 3 BbgFischO, Fassung vom 14. November 1997, zuletzt geändert am 24. August 2026, abgerufen am 17. September 2026

Kommentare

Noch keine Kommentare – sei der Erste.

    Schreib deine Meinung

    Dein Kommentar erscheint nach kurzer Prüfung. E-Mail-Adresse ist nicht nötig.