Die Feedermontage hat sich in den letzten Jahren zur wohl effektivsten Methode für das gezielte Friedfischangeln entwickelt. Der Trick: Ein Futterkorb ersetzt das klassische Blei und liefert bei jedem Wurf frisches Futter direkt zum Hakenköder. So entsteht am Angelplatz eine kontinuierliche Futterspur, die Fische anlockt und dort hält.
Dieser Artikel zeigt dir die zwei wichtigsten Feeder-Varianten, den richtigen Aufbau und wie du Futterkorb und Bindung an dein Gewässer anpasst.
Wann die Feedermontage die richtige Wahl ist
Die Feedermontage ist immer dann im Vorteil, wenn du gezielt anfüttern und die Fische über längere Zeit an einem Platz konzentrieren möchtest. Typische Einsatzgebiete:
- Brasse, Rotauge, Schleie in Kanälen, Flüssen und Seen
- Karpfen mit dem Method Feeder als Selbsthak-System
- Distanzangeln, wenn Futterplatz und Köder exakt zusammen landen sollen
- Strömung, weil der Futterkorb die Montage zusätzlich am Grund verankert
Willst du dagegen ohne Anfüttern und mit einfacherem Aufbau angeln, ist die Grundmontage die unkompliziertere Alternative. Unsicher, was zu deinem Zielfisch passt? Der Montagen-Konfigurator hilft dir weiter.
Die Komponenten von der Hauptschnur zum Haken
Eine klassische Feedermontage besteht – von der Hauptschnur zum Haken – aus:
- Futterkorb (Method-Korb, Käfigkorb oder Feederkorb, je nach Zielfisch und Futterart)
- Feeder-Wirbel oder Anti-Tangle-Boom, verhindert Verwicklungen beim Wurf
- Vorfach (10–90 cm, je nach Methode und Vorsicht der Fische)
- Haken, passend zur Ködergröße
Ein entscheidender Unterschied zur Grundmontage: Der Futterkorb übernimmt gleichzeitig die Funktion des Bleis und liefert bei jedem Auswurf eine frische Portion Futter direkt an den Hakenköder.
Variante 1: Running-Rig (Laufmontage mit Futterkorb)
Beim Running-Rig läuft der Futterkorb frei auf der Hauptschnur, ähnlich der Laufbleimontage. Der Fisch spürt beim Abziehen des Köders kaum Widerstand.
So baust du sie auf:
- Futterkorb mit einem kleinen Wirbelclip oder Laufring auf die Hauptschnur fädeln.
- Gummiperle als Puffer dahinter positionieren.
- Wirbel anknoten (z. B. mit dem Clinch-Knoten).
- Vorfach mit Haken in den Wirbel einhängen.
Diese Variante ist besonders für vorsichtige Fische wie große Brassen und Schleien geeignet, die auf Widerstand empfindlich reagieren.
Variante 2: Method Feeder (Selbsthak-System)
Beim Method Feeder wird das Futter direkt um einen speziellen, flachen Korb gepresst, in dem auch der kurze Hakenköder eingebettet liegt. Der Fisch frisst sich durch die Futterwolke und hakt sich durch das feste Gewicht des Korbs praktisch selbst.
- Vorteil: Extrem hohe Selbsthakwirkung, ideal für Karpfen und größere Brassen.
- Vorfach: Kurz halten (8–15 cm), damit der Hakenköder mitten in der Futterwolke liegt.
- Futterkonsistenz: Das Futter sollte fest genug sein, um den Wurf zu überstehen, aber im Wasser zügig zerfallen.
Typische Anfängerfehler
- Zu viel Futter im Korb: Überfüttert schnell den Platz und sättigt die Fische, statt sie anzulocken. Dosiert nachfüttern ist effektiver als einmal viel.
- Falsche Futterkonsistenz: Zu trockenes Futter fällt beim Wurf ab, zu nasses zerfällt nicht rechtzeitig im Wasser.
- Vorfach zu lang beim Method Feeder: Der Hakenköder landet dann außerhalb der Futterwolke und wird seltener gefunden.
- Falscher Korb für die Strömung: Ein zu leichter Korb treibt in starker Strömung ab, bevor er den Boden erreicht – auf das Gewicht achten.
Schonzeit und Mindestmaß beachten
Auch beim Feederangeln gelten für alle Zielfische Schonzeiten und Mindestmaße – abhängig von Bundesland und Gewässerordnung. Ein untermaßiger oder geschonter Fisch muss vorsichtig abgehakt und zurückgesetzt werden. Mehr dazu in den Grundlagen.
FAQ
Welches Korbgewicht brauche ich? Das hängt von Wurfweite und Strömung ab. In stehendem Gewässer reichen oft 20–40 g, in stärkerer Strömung entsprechend mehr, damit der Korb liegen bleibt.
Running-Rig oder Method Feeder – was passt besser für Einsteiger? Der Method Feeder ist durch die hohe Selbsthakwirkung einsteigerfreundlicher, da die Bisserkennung weniger Feingefühl erfordert. Das Running-Rig punktet bei sehr vorsichtigen Fischen.
Wie oft sollte ich nachfüttern? Bei jedem Auswurf liefert der Korb automatisch frisches Futter nach. Zusätzliches Anfüttern per Hand oder Futterrakete lohnt sich nur zu Beginn, um den Platz aufzubauen.
Welche Rute brauche ich zum Feedern? Eine spezielle Feederrute mit auswechselbarer, sensibler Spitze zeigt selbst leise Bisse deutlich an und ist auf das Wurfgewicht des Futterkorbs abgestimmt.
Die passende Montage für deinen konkreten Zielfisch findest du am schnellsten mit dem Montagen-Konfigurator: Fisch und Gewässer wählen, fertige Montage bekommen.
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